Südafrika-Rundbrief 2005

by Hanna Steffens

Leben heisst Teilen

18. März 2005

Liebe Freunde und Verwandte,

Diesen Reisebericht schreibe ich mit grosser Dankbarkeit. Mein erster Dank geht an Jesus Christus. Er hat mir die innere Gewissheit und Freude gegeben, das 2. Mal aufzubrechen, um in Südafrika Hoffnung und Gottes Liebe mit den Menschen zu teilen, die durch die Seuche HIV/AIDS in Not sind.

Der Frühstückstisch auf der Veranda ist gedeckt. Die Palmen am Haus wiegen sich im Wind. Mein Blick gleitet zur nahen Lagune unterhalb des Chalets, das mir meine alte deutsche Freundin Gisela wieder in Zinkwazi Beach/Südafrika zur Verfügung gestellt hat.

 

unfreiwillig geteilt

Da - was ist das? Ich werde aus meiner stillen Morgenbesinnung herausgerissen. Zwei kleine Blauaffen haben sich blitzschnell von den Palmen abgeseilt, huschen über den Frühstückstisch, greifen eine blaue Traube und ein Stück Brot und sind ebenso schnell wieder in den dichten Blättern verschwunden. Mein lachender Protest scheucht den Rest der Affenfamilie nicht davon. Sie sitzen auf dem Rand des Daches und schauen mich verwundert an. Unsere Blicke treffen sich. Ich rede sie an, sie hören mir aufmerksam zu und möchten am liebsten auch die übrigen Trauben, aber diese habe ich schnell mit einem Teller bedeckt.

Mit den Affen habe ich unfreiwillig geteilt. Aber auf meiner 7-wöchigen Reise durch 4 Provinzen Südafrikas hat sich mir eine Erkenntnis ganz tief eingeprägt: LEBEN HEISST TEILEN. Ich hatte mich nach meiner ersten Reise in die ELCSA 2003 ein zweites Mal aufgemacht, um meine alten und neuen Freunde in ihrem Kampf gegen die Seuche HIV/AIDS zu unterstützen. Dazu einige Streiflichter.

 

liebevoll angenommen










Im nördlichsten Kirchenkreis im Gebiet von Botlokwa hat sich 2002 eine „Care Group“ gebildet, um die Aidswaisenkinder aufzufinden und zu versorgen und auch eine Selbsthilfegruppe für HIV/AIDS-Kranke zu beginnen. Die lutherische Krankenschwester in der Dorfklinik lud sie dazu ein. Sie werden von den Mitgliedern der Care Group liebevoll angenommen, aber sie haben ihr eigenes Komitee und tragen selbst die Verantwortung für ihre Selbsthilfegruppe. Sie fühlen sich in dieser Gruppe wohl, während sie sonst in der Gesellschaft häufig noch gemieden werden.

Bei meiner vorigen Reise konnte ich ihnen durch Spenden aus unserer Gemeinde mit ca 120 Euro helfen, ein Projekt mit Perlenarbeiten zu beginnen. Jetzt haben sie mir stolz ihre vielfältigen bunten Produkte gezeigt. Wunderschöne Ketten und Armbänder waren an einer Wand befestigt. Sie gaben mir alle mit, damit ich diese zu Hause für sie verkaufe. Für meinen kurzen Besuch war ein richtiges Festprogramm vorbereitet. Wir umarmten und küssten uns, sangen und tanzten zusammen im Rhythmus der Loblieder. Sie erzählten mir aus ihrem Leben und berichteten von der Arbeit, und ich erzählte ihnen von den Erfahrungen anderer ähnlicher Gruppen.

 

 

Begegnung in der Selbsthilfegruppe in Botlokwa

Begegnung mit (HIV pos.) jungen Frauen in der Selbsthilfegruppe in Botlokwa.

 

Der 28jährige Sello war vom Familientisch ausgeschlossen worden, als sein Vater und seine Stiefmutter von seiner HIV-Infektion hörten. Ganz am Ende des Grundstückes gaben sie ihm eine kleine Blechhütte. Dort konnte er leben von den Lebensmittelpaketen, die die Sozialarbeiterin ihm brachte. Für ihn ist die Gruppe jetzt wie eine neue Familie.

 

sich annehmen

Die Angst vor Ansteckung durch Berührung ist immer noch gross, obwohl sie unbegründet ist. Hinzu kommt die Scham, dass ein HIV-Kranker zu „unserer“ Familie gehört. So sterben Kranke einen „sozialen“ Tod, lange bevor sie an den Folgen ihrer Immunschwäche sterben müssen. Darum bedeutet die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für sie neues Leben. Weil die Gesunden aus der Care Group sie annehmen und vieles mit ihnen zusammen machen, können die Kranken sich selber annehmen; denn durch das Wort Gottes, das die Gesunden ihnen sagen, werden sie bestärkt in der Gewissheit, dass auch Gott sie annimmt.

Die jungen Mütter sorgten sich am meisten: Ist mein Baby gesund oder auch schon durch mich infiziert? Dank der antiretroviralen Medikamente, die kostenlos während der Schwangerschaft verteilt werden, waren ihre Kinder alle gesund. „Wie lange bist Du schon krank?“, frage ich eine junge Frau. „Ich bin mit 12 Jahren vergewaltigt worden.“ Das ist das Schicksal vieler junger Mädchen und Frauen. Darum heisst die Frage: Wie können wir unsere Kinder und Heranwachsenden vor Missbrauch durch ältere Männer und Jugendliche wirksam schützen? Was können sie selber tun, um sich bei den ersten Anzeichen von unzulässiger Berührung zu wehren? Wieviele berechtigte Ängste und alte Tabus müssen dabei überwunden werden?

 

gemeinsam leben

Am Ende des Tages lädt die Krankenschwester alle, Gesunde und Kranke, zu einem Festessen in ihr Haus ein. Ich werde fröhlich und dankbar verabschiedet. Wie die Schwester uns alle ohne Unterschied zu ihrem Essen einlud, da spürte ich: Leben können wir nur, wenn wir teilen - einander Anteil geben und an den Sorgen und Freuden der andern Anteil nehmen. LEBEN IST TEILEN und Getragenwerden durch den, der sein ganzes Leben mit uns geteilt hat: Jesus Christus. Dadurch bekommen auch wir den Mut und die Kraft, mit denen zu teilen, die von der Mehrheit der Gesellschaft noch nicht angenommen sind.

 

von Gott verlassen?

Jane Furse, 15.-17. Februar

Ich bin gespannt, zusammen mit meiner Freundin, Pastorin Pinkie Jobe, nach Jane Furse zu kommen. Das war für Pinkie ihre 1. Pfarrstelle, und sie ist noch sehr verbunden mit den Menschen dort. Darum habe ich diesen Einsatz mit ihr zusammen gemacht, und sie hat mir auch schon vor einem Jahr die Adresse einer HIV/AIDS-Kranken ehemaligen Lehrerin gegeben. Diese war durch ihren verstorbenen Mann angesteckt worden. Auf einmal stand sie ohne finanzielle Mittel für sich und ihre in der Ausbildung stehenden Söhne da. Während sie vorher als aktiv in der Gemeinde arbeitende Frau mit den andern eine enge Beziehung hatte - sie umarmten sich - distanzierten sich nun die andern von ihr. Monica stürzte in eine tiefe Depression. Sie fühlte sich vor allem von Gott verlassen. Am liebsten wäre sie schnell gestorben. Ich habe Monica oft geschrieben, und sie hat am Anfang vielfach zurück geschrieben. Ich versuchte, ihr anhand von Worten aus der Bibel deutlich zu machen, dass Gottes Erbarmen gerade ihr in dieser scheinbar hoffnungslosen Situation gilt und dass Gott auch eine Absicht mit ihrem Leben hat. Für mich war sie die erste Frau, die sich zu ihrem HIV-Status bekannte und offen darüber redete.

 

ganz hingegeben

Als Pinkie und ich in Jane Furse ankamen, konnte Monica aus Krankheitsgründen nicht mit in der Kirche sein, aber ich hörte, dass es Monica zu verdanken war, dass die Selbsthilfegruppe der HIV-Kranken vom Krankenhaus in die Lutherische Kirche umgezogen war, um dort eine selbstständige Gruppe zu gründen. Zwei sehr tatkräftige, warmherzige und liebevolle Frauen aus der Gemeinde, Agnes und Mary, leiten die Gruppe. Diese zwei Frauen beeindruckten mich sehr, die wie sehr viele Frauen und junge Menschen in Südafrika in den Home based Care Groups (häusliche Krankenpflege) sich der Not der kranken und verlassenen Menschen annehmen und ihnen ganzheitlich helfen mit Liebe und Hingabe und eigenen finanziellen Opfern. Die beiden Frauen berichten von ihrer Arbeit und ihren Plänen. Aufgrund verschiedener Anträge und nach langem vergeblichen Warten können sie nun ein leerstehendes Pfarrhaus beziehen, das sie z.Z. renovieren. Dann soll dort auch gerade für die Jugend ein Informationszentrum entstehen, und die Selbsthilfegruppe hat ein Zuhause, wo sie immer zusammenkommen und Projekte durchführen kann. Ihr Ziel ist auch, ein Nähprojekt anzufangen für arbeitslose junge Frauen, die ohne innere Orientierung und in grosser Armut und in akuter Gefahr leben, infiziert zu werden.

Als wir bei der Kirche ankommen, begrüsse ich zuerst die Frauen, die schon draussen im Schatten sitzen in Sesotho und erzähle ein wenig von meiner früheren Tätigkeit in Südafrika. Das schafft eine erste lockere Verbindung. Wir lachen miteinander, nachdem ich alle umarmt und wir einander geküsst haben. Ich bin froh, dass mir die Sothoworte einfach wieder einfallen, auch später in der Kirche bei der offiziellen Begrüssung.

 

Mut zum Leben






















In der Kirche sind ca 40 junge kranke Menschen versammelt, auch aus zwei anderen Selbsthilfegruppen. Man sieht ihnen ihre Krankheit nicht an. Sie singen frisch, geben sich selbstbewusst, Pinkie baut auch in ihrer Ansprache deren Selbstbewusstsein gezielt auf. Ich verteile ihnen ein Bild von Jona, wie er, aus dem Bauch des Fisches gerettet, sich dem Licht Gottes entgegenstreckt. „Gott hat auch Euch in Eurer Tiefe getragen und am Leben erhalten. Betet Ihn an wie Jona und trefft eine Entscheidung, Ihn zu ehren und mit Ihm zu leben. Christus ist diesen Weg vom Tod zum Leben selber gegangen und wird ihn mit Euch gehen. Er will Euer Leben und Ihr sollt es weitergeben.“ Wieder füllt ein kräftiges Singen den Raum. Dann werden die jungen Menschen aufgefordert, sich vorzustellen und, wenn sie die innere Freiheit dazu haben, sich zu ihrem HIV-Status zu bekennen. Ich bin sehr beeindruckt. Mehr als die Hälfte steht auf und sagt etwa folgendes: „Ich heisse Lerato, ich bin HIV-positiv, aber ich lebe. Ich bekomme Kraft von Gott. Ich fühle mich in dieser Gruppe zu Hause. Ich will hier weiter mitarbeiten. Ich habe ein Kind. Ich will leben, dass ich dies Kind grossziehen kann.“ Einige sagten: „Ich will keinen Sex mit Männern mehr!“

Danach verteilte ich die ausgeschnittenen roten Herzen mit der Aufschrift in Sesotho „Jesus liebt dich“. Das hefteten sich viele sofort an und freuten sich sehr darüber. Mit dem Superintendenten machten wir drei Gebetsgruppen, und viele kamen und liessen für sich beten und empfingen einen Segen.

 

Überleben mit Brotbacken und Nähen

Ich war froh, dass ich durch Spenden aus der Heimat einen Scheck zum Kauf einer Nähmaschine und eines Elektroherdes überreichen konnte. So können sie zuerst ein Projekt zum Brotbacken anfangen und später für die jungen Frauen ein Nähprojekt. Damit sollen sie ihren Lebensunterhalt etwas verbessern und auch in der Gemeinde Anerkennung finden. Im Masealama Information Centre (MIC) konnte schon ein Projekt zum Brotbacken begonnen werden. Ich habe Anfang Februar Geld für einen Elektroherd den Freiwilligen Helfern (volunteers) gegeben. Nun können sie selber Brot backen. Von dem Erlös des verkauften Brotes können sie jetzt armen (Waisen)kindern an verschiedenen Orten eine warme Mahlzeit kochen und austeilen.

In Kapstadt konnte ich zu Beginn meiner Reise ein Nähprojekt mit HIV-Infizierten im Lutheran Community Centre erfolgreich in Gang setzen. Dort nähen sie Taschen aus festem Stoff und verzieren sie mit afrikanischen Motiven und Perlenstickerei.

 

 

Nähprojekt im „Lutheran Community Centre“ in Kapstadt

Nähprojekt im „Lutheran Community Centre“ in Kapstadt-Philippi.

 

Auch in Zukunft möchte ich weiter solche Projekte ermöglichen, mit denen die Gruppen kleine Einnahmen erwirtschaften und sich selbst tragen können (income generating projects). Wer dafür spenden möchte (gerade auch kleine Summen), kann sich für weitere Informationen an mich wenden.

 



Pretoria - Atteridgeville 27. Febr. 05

Mein Freund Philip Nyelisani lud mich zum Gottesdienst in die Gemeinde Lethabong ein, in der er selbst Vorsitzender des Kirchenvorstandes ist und auch die Liturgie hielt. Ich grüsste die Gemeinde in Venda und Sesotho und sprach dann über den ganzheitlichen Heilungsauftrag der Kirche (Healing Ministry). Einen besonderen Akzent legte ich auf die Fürsorge für die Aids-Waisenkinder. Diese Gemeinde unterstützt ein Kinderheim mit Lebensmittelpaketen, das die Gemeindegruppen dorthin bringen. Mir lag daran, dass die Kinder auch geistlich und emotional versorgt werden: z.B. dass sie die Kinder zur Taufe und zum Konfirmandenunterricht und Kindergottesdienst in die Kirche bringen, aber auch dort im Heim eine Kinderstunde halten und ihnen von der Liebe Jesu für die Kinder erzählen. Wichtig ist auch, dass die Kinder in Familien eingeladen werden und ein Familienleben kennenlernen. „Das hat uns richtig die Augen geöffnet“, sagte später Philips Frau Maggy zu mir.

 

mit Kindern teilen

Im Kinderheim in Atteridgeville

Im Kinderheim in Atteridgeville: Ich halte einen kleinen Jungen auf dem Arm, dem die Heimleiterin den Namen „Tsepo“ (Hoffnung) gegeben hat.

 

Dieses Kinderheim (mit 55 Kindern) wollte ich auf jeden Fall noch besuchen; denn mein Vetter Klaus Lechler in Stuttgart hatte mir eine Spende für Kinder in Not anvertraut. Philip und Maggy waren bereit, mich dorthin zu fahren, weil sie auch selbst noch nicht mit der Heimleiterin gesprochen hatten. Diese zeigte sich sehr erfreut über eine lebendige Verbindung mit der Gemeinde. Sie wünschte sich, dass die Kinder in die Kirche und in die Familien kommen. Als Philip das grosse unbebaute Grundstück sah, entschied er sich, dort mit den grösseren Jungen einen Garten anzulegen und mit Gemüsepflanzen aus seinem eigenen Garten anzufangen. Als ich alle Kinder dicht gedrängt auf den Treppenstufen im Schatten sitzen sah und in den Räumen keine Möbel und kein Spielzeug entdeckte, da übergab ich den Scheck und habe noch einmal betont, dass auch Spielsachen und Bastelmaterial davon angeschafft werden, damit die Vorschullehrerin mit den Kindern kreativ arbeiten kann.

 

geteilte Freude

Ich bin dankbar, dass mich meine schwarzen Freunde freudig in ihre Häuser aufgenommen haben ebenso meine weissen Freunde und Nichten. Dreimal wurde aus der Begegnung ein kleines Fest. Die grösste Überraschung wurde mir in meiner alten Heimat am Church Centre in Beuster zuteil - wohin ich vor fast 50 Jahren kam, als unser alter Freund, Dr. T.S. Farisani (jetzt Parlamentspräsident der Limpopo Province) am Valentinstag „meinen Geburtstag“ feierte mit einer grossen Torte, die ich anschneiden musste und dann verteilte an alle Mitarbeiter/Innen im Kirchenzentrum. Liebe, Freude und Dankbarkeit über mein Kommen bewegte meine Freunde. Ich habe es neu erfahren: Geteilte Freude ist doppelte Freude.

 

 

Geburtstagsfeier im Church Centre von Beuster

Im Church Centre von Beuster wird mein Geburtstag gefeiert. Tshenuwani Farisani hat für mich eine grosse Torte gekauft.

Dank an Euch

Zugleich bin ich Euch dankbar, dass Ihr mich betend auf dieser Reise begleitet habt. Gott hat alle Gebete auf wunderbare Weise erhört. Ihr habt mir durch Eure Gaben die Möglichkeit gegeben, Projekte bei den HIV/AIDS-Kranken anzufangen. Ihr habt in Eurer Liebe ganz praktisch geteilt. Das hat schon viel bewirkt und wird es in Zukunft noch mehr tun. Gott hat seinen Segen darauf gelegt.

Ebenso gilt mein Dank unserem Matthias. Das war eine grosse Freude, ihn am 19. Januar im Hafen von Kapstadt abzuholen, als er nach 3-monatiger Reise von der Antarktis mit dem deutschen Forschungsschiff „Polarstern“ zurückkam. Wir haben 15 unvergessliche Ferientage zusammen erlebt. Matthias hat liebevoll auf dieser Reise von Kapstadt nach Zinkwazi für mich gesorgt, dass es nicht zu anstrengend wurde.

 

vor 40 Jahren…

Danach begannen für mich meine Gemeindeeinsätze und Besuche bei Gruppen oder in Familien an 17 verschiedenen Orten in der Nord- und Central Diözese, zum Schluss in Soweto bei einer Pfarrfrauenkonferenz mit der Frau des Bischofs Phaswana. Eine der älteren Pfarrfrauen erkannte mich wieder durch meinen zufällig ausgesprochenen Mädchennamen. „Du bist Sister Hanna Lechler?!“ Sie brach in grosse Freudenrufe aus und umarmte mich spontan. Vor 40 Jahren waren wir uns auf einer ähnlichen Pfarrfrauenkonferenz in Kratzenstein begegnet. Sie erinnerte sich noch gut an mich. Was hatte sie behalten? Ich habe ihnen beigebracht, wie man einen Haushaltsplan (budget) aufstellt und sich nur so viel beim Essen auf seinen Teller nimmt, wie man wirklich aufisst, damit nicht unnötig Reste weggeworfen werden müssen. Darüber mussten wir beide erst mal kräftig lachen. Sie hatte gelernt: verantwortlich mit Gottes guten Gaben umzugehen und keine Schulden zu machen.

Ganz unerwartet konnte ich dann noch an den letzten beiden freien Tagen an einer Konferenz der Missionarsfrauen des ELM (Hermannsburger Mission) teilnehmen. Das war eine fröhliche Begegnung mit vielen, die ich kannte und neu kennenlernte. Ich habe mich in der schwesterlichen und geistlichen Gemeinschaft sehr wohlgefühlt und konnte selber noch einmal aufatmen, bevor mein Rückflug begann. Er dauerte 23 Stunden - länger als geplant, weil durch den heftigen Schneefall in Amsterdam ein Umweg über Rotterdam und eine Übernachtung dort nach langen Wartezeiten nötig wurde.

 

wieder daheim!

So bin ich aus dem heissen Südafrika(+30°C) am 4. März müde, aber glücklich auf dem Flughafen in Bremen angekommen, wo mich Wilhelm und Chris froh erwarteten. Am kältesten Tag (-17°C) freute ich mich über den glitzernden Reif und den vielen Schnee, aus dem schon einige Schneeglöckchen herausragten. Am gleichen Abend konnte ich, schon ein wenig ausgeschlafen, am Weltgebetstag der Frauen teilnehmen. Unsere Gemeinde, die mich im Gottesdienst am 9. Januar ausgesandt hatte, nahm mich mit Freuden auf. Zugleich bin ich weiter im Gebet verbunden mit den Frauen in Südafrika, die uns nächstes Jahr die Ordnung für den Weltgebetstag geben.

Von meinen Freunden dort habe ich neue Freude und Dankbarkeit in überwältigendem Masse empfangen. Das wird mich auch weiter bewegen, mit ihnen zu teilen, so weit es mir noch geschenkt wird.

Herzliche Grüsse
                                    

 

4 Responses to “Südafrika-Rundbrief 2005”

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