Südafrika-Rundbrief 2003

by Hanna Steffens

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66,20)

Liebe Freunde und Verwandte,

mit dieser Losung bin ich heute dankbar und glücklich zu Hause angekommen.

Ich habe diesen Südafrika-Rundbrief bei meiner deutschen Freundin Gisela Achtzehn in Zinkwazi Beach in den letzten Tagen geschrieben. Wir sind seit unserer Kindheit, die sie in meinem Elternhaus verbrachte, sehr verbunden, und ich freue mich, dass ich nach meinen 6 Wochen Reisen und Diensten in der östlichen Provinz Mpumalanga und im Norden, der Limpopo Provinz, nun im Südosten Südafrikas in Natal mich ausruhen und die vielen Eindrücke verarbeiten und abgebrochene Gespräche telefonisch noch einmal aufnehmen kann.

Von der Terrasse aus kann ich auf den Indischen Ozean schauen. Ich höre das Donnern der Brandung. Durch eine leichte Brise wiegen sich die Palmen, die Gisela selbst gezogen und angepflanzt hat. Beim Frühstück bewundere ich drei kleine Affen, wie sie so klettergewandt von Ast zu Ast springen. Einmal beim Mittagessen beobachtete ich einen Fischadler, wie er ruhig seine weiten Kreise am strahlend blauen Himmel zog. Es ist noch Winter hier, aber tagsüber im Schatten doch 20 Grad warm. Immer wieder empfinde ich diesen Ferienpark (Zinkwazi Lagoon Lodge) wie einen kleinen Paradiesgarten und einen Ort des Friedens.

Gerade wurde ich durch einen Anruf in die südafrikanische Wirklichkeit zurückgeworfen. Prof. Volker Heuberg von der Zululand-Universität rief mich an.

Ein Drittel seiner Studenten sterben – überwiegend an der Immunschwäche AIDS. Er fragt: "Wie gehen Familien mit dem Tod um?" und motiviert seine Studenten, Sterbebegleitung in den Familien zu machen.

Er selbst arbeitet mit einer Krankenschwester zusammen, die in einem Wohnheim und in den Dörfern dafür sorgt, dass ca. 1000 Waisenkinder mit Nahrung versorgt werden und Sterbende vor ihrem Tod mit ihren Angehörigen zusammenkommen, damit noch eine Versöhnung stattfinden kann.

Er sprach von 3 Menschengruppen, die dem Tod auf unterschiedliche Weise begegnen:

  1. die älteren Menschen, die dem Glauben an ihre Ahnen verschrieben sind;

  2. die vielen jungen Menschen, die unter starken Schmerzen leiden und manchmal auch in Panik sterben und nur noch nach Morphium verlangen können, haben oft keinen Halt in irgendeinem Glauben;

  3. die Christen, die mitten im Sterben, das oft qualvoll ist, die grosse Hoffnung auf das Ewige Leben festzuhalten versuchen.

Er möchte alle Sterbenden mit den Worten Christi erreichen und Glauben an sein Wort wecken: "Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein."

Zu mir sagte er eindringlich: Wie wir hier so braucht auch Ihr dort eine neue Missionsarbeit; wir brauchen nicht zuerst Euer Geld, wir brauchen Euer Gebet, und wir alle brauchen das Ewige Leben. Gib diese Botschaft weiter!

Inhalt

Alternativ ist der komplette Rundbrief auch auf einer einzigen Webseite verfügbar (dies benötigt jedoch eine längere Ladezeit).

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